Zimmerservice bei mercury

Hier könnt ihr Fotos von euren Schnecken posten. Außerdem: Wer hält welche Arten?

Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 04.05.2026, 13:43















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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 04.05.2026, 13:52



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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon Centi am 13.05.2026, 07:39

Das Foto mit der Cornu-Großfamilie ist ja toll! 8D
Die Außenwelt wird überbewertet.
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 14.05.2026, 17:50

Heute war der große Tag, dass die ersten von den Nachwuchs-Helix ins große Terra umgezogen sind. Die größte hat mittlerweile 3,5 cm.
Wie üblich wurde danach erst mal alles ausgiebig beschleimt und betastet. :)









Eine hat erst mal die Spa-Anlage besucht und dort ihre Runden gedreht.





Aber nachher ging es dann wieder zum Üblichen über - Süßkartoffel!

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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 14.05.2026, 17:55

Ein paar waren noch zu klein und sind in der Box geblieben. Sie sind alle so hübsch!





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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 14.05.2026, 18:06

Ich hoffe, sie packen die Umstellung jetzt gut. Irgendwie habe ich da vorher nicht so gute Erfahrungen gemacht. Die Helix lucorum wachsen zwar auch irre schnell, fast so schnell wie Cornus. (Die hier sind ja auch erst ca. 4 Monate alt, glaube ich?) Aber bei der Umstellung von der Box aufs Terrarium sind mir zweimal welche gestorben. ¯\_(ツ)_/¯ :( Irre, wie unterschiedlich die sein können. Bei den Bänderschnecken dauert es ewig, bis sie mal 1 cm oder so groß sind, dann nehme ich sie immer direkt raus und wechsel ins Terrarium, weil ich das Gefühl habe, dass sie dort dann richtig aufblühen. Die Helix mögen Umstellungen irgendwie nicht so.

Auf jeden Fall an der Stelle noch mal Danke an Fuzzis fürs permanente Werben für die Schildkrötenerde. :-D Ich hatte vorher Reptilienerde, die war auch gut, da war nichts falsch dran. Hätte ich auch weiternehmen können. Aber die Schildkrötenerde ist doch noch mal ein Verbesserung. Die Helix nutzen die wie blöde als Kalziumquelle. :eek: Es ist nicht so, als hätten sie nichts anderes, aber die fressen die Erde wie blöde. Und lieben es, sich drin einzubuddeln. Ich habe den Eindruck, auch die Bänderschnecken schleimen lieber und öfter drüber oder schlafen mal eher auf der Erde als vorher.
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon LolaLuca am 15.05.2026, 10:16

deine helix sehen immer aus wie frisch aus dem ei gepellt, das sticht mir immer wieder extrem ins auge (wahrscheinlich im krassen gegensatz zu meiner superferkel-fraktion :) ) die sind so hübsch! ich hatte auch kürzlich auf die viel gepriesene schildkrötenerde gewechselt und teile deine begeisterung und v. a. die der schnecken vollends :) macht richtig freude!
„ich HOLE mir (neue) schnecken“ erschüttert mich - ICH „hole“ mir mal was aus der apo…
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon Yara am 15.05.2026, 13:27

mercury hat geschrieben: 14. May 2026 20:06
Aber die Schildkrötenerde ist doch noch mal ein Verbesserung. Die Helix nutzen die wie blöde als Kalziumquelle. :eek: Es ist nicht so, als hätten sie nichts anderes, aber die fressen die Erde wie blöde.

Haha, schon interessant :c)

Ich drück die Daumen, dass sie mit der Umstellung gut klarkommen!
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 15.05.2026, 13:34

Ja, ne, sie sind schon immer besonders schön. :) Dabei hab ich die meisten von denen grad aus der Erde gezogen gehabt. Sehen trotzdem aus wie frisch geduscht. :mrgreen:

Dank euch!
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 10.06.2026, 19:47

Ähm, also, ich bin gestern über Aufzeichnungen gestolpert, da habe ich festgestellt, dass ich die Eier der Helix lucorum Anfang März rausgesammelt habe, um sie schlüpfen zu lassen. :shock: Das bedeutet, auf den Fotos oben waren die Schneckis grad mal zwei Monate alt. Ich hätte echt gewettet, dass sie älter sind. Sieht man mal, wie Helix lucorum zulegen können bei gutem Futter, da stehen sie Cornus in nichts nach.

Ich hab eben mal die größte von ihnen wieder vor die Linse bekommen. Entschuldigt die schlechte Qualität, sie kommen halt erst super spät raus, wenn es gut dunkel ist bei ihnen. Und diesmal sieht sie nicht wir frisch geduscht aus, offensichtlich hat sie sich gestern im Kalk gewälzt. :-D
Auf jeden Fall - ist sie nicht groß geworden in den drei Monaten? Ich habe, während sie gemütlich schnurpste, mal ein Lineal dran gehalten, grob gepeilt ziemlich genau vier Zentimeter. Und sie wächst ja noch aktiv. Ich bin mal gespannt, wo es aufhören wird.

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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon Rasplutin am 10.06.2026, 22:26

mercury hat geschrieben: 10. Jun 2026 21:47
Ich habe, während sie gemütlich schnurpste, mal ein Lineal dran gehalten, grob gepeilt ziemlich genau vier Zentimeter. Und sie wächst ja noch aktiv. Ich bin mal gespannt, wo es aufhören wird.

Ja, mal sehen...

Ich habe übrigens erst durch die "Geschichten aus der Provence" (wo anscheinend große Helix lucorum in großen Mengen auftauchen können) realisiert, dass es "normalgroße" Helix lucorum gibt und welche mit 5 bis 6 cm Hausdurchmesser:
Bestimmung? [Helix lucorum]
(Danke übrigens für die von dir in dem Thread zusammengetragenen Links und Zitate)

Die Grössenunterschiede sind vielleicht vergleichbar mit denen von Cornu aspersum, bei denen es ja auch eine "maximum" Form gibt.
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon mercury am 11.06.2026, 09:05

Ja, es ist zumindest mal ähnlich kompliziert, was den Status und die Verbreitung angeht. Es gibt leider nur wenige Infos dazu. Wissenschaftlich scheint eine Unterteilung wohl keinen Sinn zu ergeben, aber trotzdem wird immer wieder von der "großwüchsigen Form" "taurica" gesprochen, eben ganz wie bei Cornu aspersum "maxima", ja.

Also, was ich mir zusammengesammelt habe ist es so (ich bin keine Biologin, ich habe mir das nur aus wissenschaftlichen Publikationen zusammengesammelt!):
Früher wurde unterschieden zwischen zwei Subspezies Helix lucorum "lucorum" und Helix lucorum "taurica". Dabei ist die "lucorum"-Normalform die kleinere mit einer Größe um die 4 cm und kommt praktisch überall in Anatolien vor, aber auch auf dem Balkan, in einer bereits seit dem 18. Jhd. beschriebenen Population in Italien und von dort aus an weiteren Orten in Europa (1883 wurde diese Form nach Lyon gebracht, und auch in Spanien wurde eine Population beschrieben, die von der italienischen abstammen soll). An weiteren Orten wurde ebenfalls die kleinere Form beschrieben (in den Zentren von Warschau und Prag sowie in Paris), sodass anzunehmen ist, dass sie eigentlich weit verbreitet ist.
Die "taurica"-Form ist die größere mit 5-6 cm und auch einer leicht anderen Gehäuseform ("lucorum" ist abgeflachter, "taurica" ist runder). Die Gehäuse sollen einen gelblicheren Hintergrund haben und dunkler sein. Sie wurde vor allem von der Krim beschrieben. Mittlerweile sind solche Schnecken aber auch woanders gefunden wurden, eben auch in Anatolien. Offensichtlich seit einigen Jahren nun aber auch in Südfrankreich, wie auch immer die nun dahin gekommen sind.

https://www.researchgate.net/publication/326274275_The_contribution_of_ancient_and_modern_anthropogenic_introductions_to_the_colonization_of_Europe_by_the_land_snail_Helix_lucorum_Linnaeus_1758_Helicidae The contribution of ancient and modern anthropogenic introductions to the colonization of Europe by the land snail Helix lucorum Linnaeus, 1758 (Helicidae)

Dieses Paper ist schon etwas älter, aber sehr aufschlussreich, finde ich, und die meisten Infos, die ich habe stammen von dort, aber auch von einzelnen Arbeiten zu Populationen andernorts. Jedenfalls ist in dem Paper auch eine Karte zu finden, auf der die wissenschaftlich untersuchten und beschriebenen Populationen von Helix lucorum eingezeichnet sind. Außerdem gibt es Bilder von verschiedenen Helix lucorum. Die Autoren zeichnen auch nach, wie sich das mit "taurica" entwickelt hat und dass es sich vermutlich nur um die Extremvarianten einer ohnehin sehr großen morphologischen Bandbreite handelt. Während die in Europa eingeschleppten Helix lucorum relativ homogen zu sein scheinen, gibt es im Ursprungsgebiet in Anatolien wohl eine sehr große Bandbreite, je nach Standort, manchmal nach Untersuchungen mit mitochondrialer DNA sogar verschiedene "Suptypen" (Kladen) an einem Ort. Generell sagen die Autoren, dass Helix lucorum eine viel größere Bandbreite an Gehäusemorphologie und Farben aufweisen kann als andere Helix-Arten. Sie mutmaßen, dass es auch mit den Lebensumständen zu tun haben könnte, dass ein abgeflachteres Gehäuse besser ist, um wie Cepaea in Sträuchern zu klettern, während ein runderes Gehäuse besser für ein Leben im Boden und ein ständiges Eingraben geeignet ist.

Ich habe auch ein anderes Paper gefunden (ich glaube, das hatte ich irgendwo schon mal verlinkt: https://journals.tubitak.gov.tr/zoology/vol37/iss1/1/), dort wurden in Georgien verschiedene Populationen vermessen, solche in eher "Wildnis-Umgebung" und solche in städtischer Umgebung, und es wurde festgestellt, dass in städtischer Umgebung Helix lucorum in größerer Zahl, aber mit kleinerem Gehäusedurchmesser auftreten (ca. 3,5 bis 3,8 cm in Menschennähe vs. 4,2-4,5 cm in "Wildnis"), und zwar unabhängig von anderen Faktoren wie dem lokalen Klima. Also, anders gesagt, menschliche Aktivität scheint einen größeren Faktor darzustellen als Umgebungsbedingungen. "Whatever the causes, these results show a form of adaptability in H. lucorum populations of a kind not yet reported in other snails." stellt dieser Autor fest.

Dazu kommt ja noch, dass Helix lucorum mittlerweile unabsichtlich, aber als "Nahrungsmittelvorrat" sicher manchmal auch absichtlich verbreitet worden ist, so stellen sich die Autoren vom ersten Paper auch vor, wie "taurica" überhaupt auf die Krim kam. Und man kann auch nicht ausschließen, dass Schnecken zunächst aus der Türkei an andere Standorte verschleppt wurden und dann wieder zurück. Frankreich hat wohl sehr lange viele Schnecken aus der Türkei importiert, weil der Bedarf durch die heimischen Schnecken nicht gedeckt werden konnte, aber was für Schnecken waren das? Große oder kleine? Und welche davon sind dann wo in Frankreich in den Parks gelandet? Und über Schneckenzucht und deren Auswirkungen findet man in der wissenschaftlichen Literatur, soweit ich das gesehen habe, nichts. Aber irgendwo scheint es ja schon Unterschiede zu geben, wenn in Papers die ganze Zeit von Messungen des Gehäuses von um die 4 cm die Rede ist und in Frankreich auf einmal haufenweise Exemplare von 5-6 cm auftauchen.

Letztlich ging es für mich ja darum, wie ich am besten für meine Schnecken hier sorgen kann, und dafür hat es mir irgendwie nicht sehr viel geholfen. Ich habe sowohl flachere als auch kugeligere Gehäuseformen, dunklere und hellere Gehäuse, dunklere und hellere Weichkörper. Aber offensichtlich gibt es ja einen großen Unterschied im Vergleich zu was andere Halter hier im Forum beschrieben haben, weil deren Helix lucorum wohl viel mehr geklettert sind (ich denke hier an die von Gelbhalsmaus), während meine nicht dazu zu bewegen sind. Meine graben sich morgens ein und abends wieder aus und die meiste Zeit habe ich ein scheinbar leeres Terrarium. Das scheint aber wohl ja dann normales Verhalten zu sein. Meine stammen aus Bulgarien, werden also wohl keine "taurica" sein, aber ich habe sie ja quasi noch nie wirklich gesund gesehen, schäm. :( Deshalb bin ich einfach sehr gespannt, wie groß sie denn dann jetzt werden, wenn es ihnen mal (hoffentlich) richtig gut geht.

Ups, schon wieder so ein Roman, sorry. :oops: O:)
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Re: Zimmerservice bei mercury

Beitragvon Blackschneck am 11.06.2026, 10:53

Auch wenn ich selbst keine Helix lucorum halte, fand ich den „Roman“ sehr spannend. :c) Danke für die ausführlichen Infos!
Viele Grüße,
die Blackschneck!
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