Ich denke, es lag an den Umständen. Ich musste ja warten, bis es (für meine Verhältnisse

) recht spät war, damit die Schnecken aktiv sind. Da ist es in ihrer Ecke vom Wohnzimmer schon relativ dunkel. Und dann werden sie plötzlich mitsamt Untergrund ins helle Licht gezerrt. Das hat dann bei der H. lucorum erst mal den Instinkt getriggert, sich irgendwo zu verkriechen, bis sie sich wieder entspannt und weiter gefressen hat.
Die H. pomatia ist zudem überhaupt nichts gewöhnt, weil ich sie wirklich so weit wie möglich in Ruhe lasse. Sie soll ja wieder raus. Das war jetzt vielleicht das zweite oder dritte Mal, dass sie von mir bewegt wurde und jedes Mal hat sie sich erst nach einer Weile vorsichtig mal rausgetraut. Die allermeiste Zeit ist sie in einem Pflanztopf oder tief im Laub vergraben, wenn ich das Futter austausche oder putze, sodass ich sie gar nicht sehe. Ich weiß allerdings nicht, ob sie so scheu ist wegen ihrer Geschichte (jemand muss wohl halb auf sie getreten sein, was ihr den Wachstumsrand abgesplittert hat, danach hat die Nachbarin sie in der Not in eine Hundetüte getan und zu mir gebracht, inklusive restlicher Hundetour und Autofahrt) oder ob das einfach normal ist. Da kennst du dich ja auf jeden Fall besser aus.
