Sind einheimische Schnecken wirklich "Bakterienschleuder"?

Alles rund um unsere einheimischen und benachbarten Schneckenarten.

Sind einheimische Schnecken wirklich "Bakterienschleuder"?

Beitragvon Fühlerchen am 30.07.2014, 20:39

...Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob ich auch ein Becken mit einheimischen Schnecken einrichten soll. Schnirkelchen und Co. finde ich nämlich auch zuckersüß. Liest man aber im WWW, sind die einheimischen Tiere wahre Bakterienschleuder mit potenziell hochgrandig ansteckenden Krankheiten behaftet....
Und weil ich meine Achatschnecken so gerne habe, hält genau das mich ab, einheimische Schnecken zu halten (Ansteckungsgefahr).
Findet ihr, ich übertreibe? Bin zu vorsichtig, mache mir zu viel (unnötige) Gedanken....
Was habt ihr so für Meinungen, Erfahrungen?
Bitte gebt mir einen Rat :|
Wenn du einen Rechtschreibfehler von mir findest, darfst ihn gerne behalten! ;)
Fühlerchen
 
Beiträge: 122
Bilder: 0
Registriert: 14.05.2014, 08:33

Re: Sind einheimische Schnecken wirklich "Bakterienschleuder"?

Beitragvon Elfi am 30.07.2014, 21:01

Aus eigener Erfahrung kann ich das so nicht bestätigen. Da ich ja auch Insekten hatte, die Brombeerblätter gefressen haben, ist es mir im Winter durchaus passiert, dass ich durch die Zweige Schnirkelschnecken "eingeschleppt" habe, die natürlich durch die hohen Temperaturen im Terra und die Luftfeuchitgkeit prompt aus dem Winterschlaf erwacht sind. Die habe ich dann bei mir in der Wohnung in einem extra Terra überwintern lassen und im Frühjahr wieder dort ausgesetzt, wo ich sie aus Versehen eingesammelt hatte.
Krank bin ich nie geworden, aber ich habe die Schnecken ja auch nicht großartig angefasst. Beim Saubermachen benutze ich grundsätzlich Handschuhe, beim Futterwechsel aber nicht.
Wenn Du aber ein ungutes Gefühl hast, würde ich es lieber lassen und ich bin auch sicher, dass die Schnecken durchaus Krankheiten in sich tragen können.
Das gilt aber für so ziemlich jedes Haustier - eines meiner Kaninchen hatte z.B. auch schonmal Würmer - trotz reiner Wohnungshaltung. Kann man sich über Grünfutter einschleppen.
War nicht weiter schlimm, muss ich aber auch nicht nochmal haben ...
Elfi
 
Beiträge: 342
Registriert: 16.07.2012, 22:28

Re: Sind einheimische Schnecken wirklich "Bakterienschleuder"?

Beitragvon AureaNoctua am 31.07.2014, 22:36

Mir geht es da auch ähnlich, ich würde gerne, habe aber auch Angst vor Krankheiten.

Heute erst habe ich im Garten wieder eine Bänderschnecke gerettet (zum Dank bin ich dann in eine Biene getreten, weil ich nur auf die süßen kleinen Fühler geguckt hab :( ) und fand die wieder so niedlich, dass ich gerne welche gehabt hätte. Aber dann kommen die Zweifel. Jedes frei in der Natur lebende Tier kann ein Überträger für Krankheiten sein und gerade über Schnecken liest man so einiges. Allerdings denk ich dann zurück, als ich ein kleines Kind war. Da hab ich massig Schnecken im Garten gesammelt, die mir dann über die ganzen Arme und Hände geschleimt sind und da hab ich es sicherlich mit dem Hände waschen längst nicht so genau genommen wie heute jetzt und trotzdem bin ich nie krank geworden. Davon ab, muss ich auch sagen, dass sich ab und zu auch heute in meinem Terra mal ein Fremdling vom Salat einschleicht und meinen Fulica bisher auch nie etwas passiert ist. Zumindest konnte ich nach dem "Besuch" keine Unterschiede feststellen.

Grundlegend vertrete ich aber die Meinung, wenn einem etwas ein ungutes Gefühl bereitet, sollte man es lassen. Genauso geht es mir auch mit Wildfängen bei den Achatschnecken - ich lasse jetzt einfach die Finger davon. :wink:
LG Denise
Benutzeravatar
AureaNoctua
 
Beiträge: 115
Registriert: 26.05.2013, 16:09


Zurück zu Europäische Arten

Wer ist online?

Mitglieder: 0 Mitglieder