Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

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Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon BlueSnäilCult am 09.04.2022 pm 17:11

Hallo Leute!
Erst mal vorweg: Falls es schon Threads hierzu gibt, Asche auf mein Haupt, ich habe über die SuFu nichts gefunden und wusste ehrlich gesagt auch keine passenden Schlüsselwörter ¯\_(ツ)_/¯

Zu meiner Frage: Gibt es Schneckenarten, die sich nur sehr sehr schwer unter normalen Bedingungen fortpflanzen? Ich hätte so gerne Schnecken (bei mir überwintern regelmäßig geflickte Weinbergschnecken^^), aber ich würde das frosten bei Achatschnecken etc. nicht übers Herz bringen. Ich überlege schon seit Jahren, aber kann mich nicht zu durchringen. Am Ende stehe ich nur mit 1000 Schneckis da... O:)

Die Probleme, die ich dabei sehe: 1. Es sollen natürlich auch keine Wildfänge sein. 2. Schnecken (Tiere allgemein) vermehren sich ja, sobald sie zufrieden sind - ich will ja natürlich auch keine unzufriedenen Tiere haben, sie also absichtlich "falsch" halten als Geburtenkontrolle.... Oder habe ich ein Brett vorm Kopf und die Lösung wartet hinter der nächsten Ecke? Ich bin auf euren Input gespannt! :)
Liebe Grüße, Lara
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Re: Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon HelenZer am 09.04.2022 pm 18:01

Um ehrlich zu sein, verstehe ich die Problematik nicht ganz. Du isst doch sicherlich auch Hühnereier oder Fleisch? Ich grabe so alle 2 Wochen 100-300 Fulica-Eier aus, lege sie über Nacht in die Gefriertruhe, hole sie dann raus, nach dem Auftauen werden sie zerdrückt und den Schnecken zu essen gegeben. Funktioniert einwandfrei. Bisher hatte ich in einem Jahr nur 6 "Oopsie-"Babies, die ziehe ich aktuell getrennt auf, da haben sich aber schon neue Besitzer gefunden.

Schnecken haben null Familienbande oder sonstige Moralvorstellungen und es ist ihnen absolut egal, was mit ihren Eiern passiert.

Die Achatina-Arten legen glaube ich nur so 5-20 Eier pro Vorgang, die sind auch deutlich größer und somit schwerer zu übersehen.
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Re: Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon mamorkatze am 10.04.2022 pm 14:31

Hallo,

Ich kann deine Gedanken verstehen. Mir selbst gefällt es auch nicht, wenn es soweit kommt, dass man Schneckenbabys frosten muss, weil man doch mal ein ganzes Gelege übersehen hat. Nun habe ich aber schon L. fulica und es ist, wie es ist.
Wenn du Schneckenarten suchst, die sich seltener vermehren, musst du dich allerdings auf eine längere Wartezeit einstellen, da man sie natürlich seltener bekommt. Wenn man dann aber die Schnecken hat, werden sie einem sicher viel Freude bereiten. Ich persönlich kann es auch nachvollziehen, dass man lieber Tiere halten will, bei denen es ganz sicher nicht nötig sein wird, ihre Nachkommen zu töten.

Ich würde dir Caracolus Excellens empfehlen. Diese sind flache Schnecken mit schwarzem Gehäuse und orange, welche ca 12 Eier pro Gelege legen und sich nicht besonders schnell vermehren. Da kann man gegebenenfalls auch gut Gelege ansammeln, falls man doch etwas übersieht, finden sich sicher Abnehmer. Du kannst dir ja mal den Haltungsbericht hier im Forum ansehen, du findest ihn unter Exotische Arten. :)

Ich selbst halte keine C. Excellens, aber es gibt einige Halter hier im Forum, die dir sicher weiterhelfen können.

Ansonsten fielen mir noch Caracolis sagemon bzw marginella ein, diese sind kleiner als die Excellens, hinsichtlich der Vermehrung aber ähnlich.

Megalobulimus oblongus haemastoma vermehren sich auch sehr langsam und man muss eigentlich fast nie wirklich nach Gelegen suchen. Sie haben einige Ansprüche und brauchen zB einen sehr tiefen Bodengrund, ~20cm. Ob diese Tiere für den Einstieg geeignet sind, weiß ich jedoch nicht.

Acacia haemastoma vermehren sich ebenfalls sehr langsam, ich habe jedoch innerhalb der letzten Jahre nirgendwo Angebote für diese Schneckenart gesehen.

LG :)
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Re: Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon Pezi am 15.04.2022 am 04:22

Hi,

Archachatina Marginata Ovum legen auch nur 8-12 Eier pro Gelege und sind von der Größe her wie Wachteleier.
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Re: Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon mamorkatze am 15.04.2022 am 08:51

mamorkatze hat geschrieben:
Acacia haemastoma vermehren sich ebenfalls sehr langsam, ich habe jedoch innerhalb der letzten Jahre nirgendwo Angebote für diese Schneckenart gesehen.

LG :)


Mir fällt leider jetzt erst der Fehler in meinem letzten Beitrag auf, da sollte nicht Acacia stehen, sondern Acavus haemastoma haemastoma.
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Re: Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon BlueSnäilCult am 16.04.2022 am 08:55

Danke für eure Anregungen und Vorschläge! Ich werde mich dann denke ich zum Sommer hin nach Caracolus Excellens umschauen, die fand ich immer schon süß, weil die eine schöne Größe haben und so urig aussehen :-D Die Archachatina Marginata Ovum sind mir ausgewachsen schon zu groß, da habe ich glaube ich nicht genug Platz für -- aber das sind dann ja schon wieder ganz andere Überlegungen :mrgreen:
Da hab ich jedenfalls jetzt was zum Überlegen, werde mich dann hier im Forum weiter umschauen. Danke euch noch mal!
Liebe Grüße, Lara
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Re: Nachwuchs-arme Schneckenarten? Gedanken...

Beitragvon Bagira am 23.04.2022 pm 16:14

Hallo,
es müssen ja auch nicht gleich die riesigen Ovum-brummer sein! ;) Es gibt auch kleine Archachatinas wie Arch. porphyrhostoma, papyracea und eduardi. Die bleiben kompakt und sehen ziemlich süß aus, vor allem die 'Porphys', meine Favoriten, die ich mir jetzt auch kaufen werde, da ich soooo große Schnecken wie Ovums und Tiger auch gar nicht so hübsch finde. Außerdem brauchen die so viel Platz... :shock:
Spricht aber natürlich nix dagegen, die auch zu halten. Ist einfach nicht so ganz meins.
LG!
LG, Baggi und die Pfälzer Schleimschnuten!
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