Sepiaschale selbstgemacht

Hier ist Platz für all eure Bastelideen rund ums Terrarium und das Thema Schnecken.

Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Rasplutin am 11.10.2013 pm 19:16

Da war dann zuwenig von dem Calciumcarbonat-Pulver in der Mischung; beim Anrühren sollte sie eine Konsistenz wie verarbeitungsfertiger Gips haben.
Aber kein Problem, du kannst es den Schnecken auch so anbieten (oder lässt es noch länger trocknen).
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Mercer89 am 28.11.2013 pm 16:49

Hi und :danke: für das "Rezept"
Meine Schleimer nehmen das echt gut an, so als Sepia-Ergänzung.
Und mit rund ca 17€/Kg ist es sogar recht günstig, wenn ich bedenke, dass mein Sepia ungefähr 3€/100gr ergo 30€/Kg kostet.
Aber Ich denke, als Sepiaersatz ist es nicht geeignet, da die kleinen ja nicht nur Calciumcarbonat in reinform brauchen.

Werde mal schauen, wie sie das ganze mit Heilerde/Eierschalen/Muschelgrit-Geschmack finden :)
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Anna1287 am 30.11.2013 pm 21:56

Hallo,

ich war wohl zu ungeduldig und habe die Kalkteile noch länger trocknen lassen. Nach etwa zwei Wochen waren sie komplett durchgetrocknet.
Sie lassen sich recht leicht durchbrechen, sind ein wenig bröselig, aber da ich sie vorsichtig anfasse, passiert da nichts. Die Schnecken mögen sie sehr und ziehen sie den Sepiaschalen eindeutig vor.

Lieben Gruß, Anna
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Sandy am 13.12.2013 pm 15:27

Mercer89 hat geschrieben:Und mit rund ca 17€/Kg ist es sogar recht günstig, wenn ich bedenke, dass mein Sepia ungefähr 3€/100gr ergo 30€/Kg kostet.


Sepia findest Du bei Ebay für etwa 9 EUR/kg + Versand.
Liebe Grüße
Sandra
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Kaela am 24.12.2013 pm 21:47

Meine Schwester hat mir zu Heiligabend Calciumcarbonat und Agar Agar geschenkt.
Kann man die Form mit der Masse zum Trocknen auch in den Backofen packen und heizen ?
Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Wildfang76 am 25.12.2013 am 00:49

Mich würde es auch interessieren, wer jetzt auf Dauer mehr reines Calziumcarbonat verfüttert hat, und wie es sich auf die Schnecken auswirkt. Fressen es die Schnecken auf Dauer bevorzugt, oder gehen sie nach einer Weile auch wieder an Sepiaschalen dran? Weiter oben war ein Beitrag, das Kalkbrei füttern mal in war, aber wohl nicht mehr gängig ist. Kann mich jemand aufklären warum? Gab es da Probleme mit der breiigen Form?
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Fusselnase am 25.12.2013 am 10:09

Mit "Kalkbrei" ist meistens eine Mischung aus verschiedenen Zutaten gemeint. Es wird nicht nur das reine Calziumcarbonat nass gemacht, sondern eine Mischung aus verschiedenen Leckerlis mit dem Kalk hergestellt. Durch das untergemischte Lockmittel ist die Gefahr groß, dass die Schnecken mehr Kalk aufnehmen, als sie brauchen, weil sie die anderen Zutaten so gerne fressen. Unter anderem sind das oft Gammarus, Fischfutter, Babybrei, Banane... Ähnlich ist es, wenn man Kalkpulver über das normale Futter streut: die Schnecken werden dadurch zur Kalkaufnahme gezwungen.
Es gibt einen Fall, in dem eine Schnecke vermutlich aufgrund von zuviel Kalkaufnahme innerlich verkalkt ist. Ob man das jetzt als Maßstab nehmen möchte, sollte jeder selbst entscheiden. Aber auf der sicheren Seite ist man auf jeden Fall, wenn man alles einzeln anbietet und sich auf den Instinkt der Schnecken verlässt, die schon wissen werden, was sie brauchen und was nicht.

Meine Schnecken bekommen ab und zu gemahlene Eierschale oder gefälltes Calziumcarbonat trocken im Napf angeboten. Sie fressen beides gerne, gehen aber auch an Sepia. Ob Sepia gemocht wird oder nicht hängt meiner Erfahrung nach von der Sepia selbst ab: manche Exemplare scheinen einfach sch*** zu schmecken. ^^
Es ist meiner Erfahrung nach nicht nötig, das Pulver anzufeuchten oder einen Block daraus zu machen, wenn genug Trinkwasser vorhanden ist.

Es gibt im Internet inzwischen Berichte darüber, dass Leute ihre Schnecken komplett ohne Kalkzugabe (Bodengrund muss natürlich aufgekalkt werden), also auch ohne Sepia, aufgezogen haben und diese Tiere sollen trotzdem sehr schön und gleichmäßig gewachsen sein. In der Natur decken Schnecken den größten Teil ihres Kalkbedarfs rein über die pflanzliche Nahrung.
Meine nächsten Schnecken werde ich deshalb versuchsweise ohne Kalkzufütterung, ohne Sepia aufziehen.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Wildfang76 am 25.12.2013 pm 16:50

Ich weis schon was Kalkbrei ist. Meine bekamen meist zwei mal die Woche Gartenkalk mit Mehl und Wasser angemischt zusätzlich zu Sepiaschalen, die immer vorhanden waren, dazu. Eierschalen gab es nur manchmal. Und den Boden hatte ich auch immer aufgekalkt. Sogar sehr strark aufgekalkt. Meine bekamen ihren Salat ohne Kalk. Ich hatte auch nie Probleme mit dem Wachstum.
Das war auch nicht meine primäre Frage. Ich wollte nur wissen ob jemand jetzt Langzeiterfahrung hat mit den reinen Kalkblöcken und warum Kalkbrei nicht mehr in wäre. Also ich meine rein den Kalkbrei ohne Salat und Lockmittel.
Verkalkung in der Schnecke kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Das meiste wird doch wieder ausgeschieden, und Teilweise sogar wieder gefressen.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Kaela am 25.12.2013 pm 17:13

Backofen?
Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Wildfang76 am 25.12.2013 pm 18:05

Was meinst du mit dem Wort Backofen Kaela? :?
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Fusselnase am 25.12.2013 pm 23:22

Wildfang76 hat geschrieben:Das war auch nicht meine primäre Frage. Ich wollte nur wissen ob jemand jetzt Langzeiterfahrung hat mit den reinen Kalkblöcken und warum Kalkbrei nicht mehr in wäre. Also ich meine rein den Kalkbrei ohne Salat und Lockmittel.
Verkalkung in der Schnecke kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Das meiste wird doch wieder ausgeschieden, und Teilweise sogar wieder gefressen.


Dann vermute ich, dass du etwas falsch verstanden hast:
Kalkbrei mit Lockstoffen wie Mehl ist "nicht mehr in", den Grund schrieb ich oben schon.
Kalkbrei aus Calziumcarbonat mit Wasser oder ein Kalkblock aus Calziumcarbonat ohne Lockstoffe werden derzeit als ok angesehen.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Kaela am 29.12.2013 pm 19:01

Kaela hat geschrieben:Meine Schwester hat mir zu Heiligabend Calciumcarbonat und Agar Agar geschenkt.
Kann man die Form mit der Masse zum Trocknen auch in den Backofen packen und heizen ?



Das meinte ich damit Wildfang...^^
Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Wildfang76 am 30.12.2013 am 00:56

Ich hab mir die Tage echt Gedanken gemacht über alles, was ich jetzt zu dem Thema gelesen habe. Da kam mir dazu noch ein Gedanke, den ich vor sieben Jahren auch schon hatte, aber nie umgesetzt hatte. Wenn man im Frühjahr leere Schneckenhäuser in den Gebüschen suchen und sammeln würde, diese zu Pulver zermahlen würde, und auch mit diesem Agar Agar zu 'nem Block machen würde, dann währe das doch die naturnaheste Quelle, oder nicht? Ich bin in wissenschaftlicher Hinsicht nicht so informiert inwieweit sich ein Schneckenhaus unserer einheimischen Schnecken unterscheidet zu den afrikanischen Verwandten. Aber die Zusammensetzung wird sicher ähnlicher sein als Sepia zum Schneckenhaus.
Und die gefrosteten Gelege könnte man nach dem Einfrieren auch zerdrücken, trocknen lassen und zu Pulver mahlen. Das währe doch sicher auch in der Natur am ehesten eine Kalkquelle. Frisch geschlüpfte Schnecken machen sich meist auch erst mal über ihre Schale her. In der Natur wird ja bei Wildtieren auch oft genug beobachtet, dass Nachgeburten oder eigene Junge gefressen werden, wenn sie nicht überlebensfähig wären. So werden verlorene Mineralien und Vitamine wieder aufgenommen.

Ich weis von Hühnern, dass die ihre frisch gelegten Eier anpickten, wenn sie vorher regelmäßig mit Eierschalenstücken zugefüttert wurden. Aber wenn die Schalen unkenntlich klein zermahlen waren, passierte das nicht. Das war damals schon eine meiner Sorgen, dass die Schnecken dann nicht aufeinander los gehen oder ihre Gelege anfressen. Es gibt ja bei Schnecken durchaus Kanibalismus.

Hat jemand schon mal an Gelege oder Schneckenhäuser als Kalkquelle hier gedacht, oder schon verfüttert? Falls ja, würde mich da die Erfahrung interessieren.
Vor sieben Jahren hatte ich die Idee verworfen, da ich damals Unmengen hätte suchen müssen für die vielen Schnecken Über 20 Schneckenterris). Aber da ich jetzt nicht mehr so viele pflegen will, werde ich das mal vielleicht versuchen, außer jemand hier hat eindeutig schlechte Erfahrungen damit gemacht.
Das wäre doch der besste Sepiaersatz wenn das keinen Kanibalismus auslöst.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Fusselnase am 30.12.2013 am 10:34

Schneckenhäuser würde ich nicht sammeln, um sie zu verfüttern. Sie stellen in der Natur sehr begehrte Kalkquellen für die einheimischen Schnecken dar. Würdest du sie einsammeln, würdest du den wilden Schnecken diese Quelle verknappen.

Kannibalismus würdest du mit Sicherheit nicht verursachen, ich kenne im Garten keine einzige Schnecke mit Schneckenfraßspuren auf dem Haus und auch im Aquarium (wo die Häuschen der verstorbenen immer liegen blieben) wurden andere Schnecken nicht angefressen. An leere Deko-Schneckenhäuser im Terrarium gehen Schnecken nur, wenn ihnen keine bequemere Kalkquelle zur Verfügung steht. Warum soll man harte Häuschen knabbern, wenn man weiche Sepia findet? Auch Schnecken sind faul :D

Meiner Erfahrung nach spricht nichts gegen gemahlene Eierschale oder gegen gefälltes Calziumcarbonat als Kalkquelle. Der Rohstoff wird ja nicht 1:1 von den Schnecken eingebaut, sondern der Kalk wird verdaut, verstoffwechselt und dann erst auf chemischem Wege zum Häuschen aufgebaut. Schau mal hier: http://www.weichtiere.at/Schnecken/index.html?/Schnecken/morphologie/schale.html

Man soll auch Schnecken komplett ohne zusätzliche Kalkquelle gesund aufziehen können.
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Re: Sepiaschale selbstgemacht

Beitragvon Wildfang76 am 30.12.2013 pm 14:36

Deine Argumentation ist sehr gut. Danke für deine Antworten. Eine zweite Meinung ist einfach immer was gutes und bringt einen (mich :wink: ) auf neue Gedankenwege :danke: Paula
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