Ja, das war die eindeutige Aussage in der Studie: Mehr bestimmtes CA (hier waren es Austernschalen) und das Wachstum der Schnecken geht im Vergleich zu den anderen Ca-Quellen gesehen, schneller voran.
Und ja - ich denke auch: wir "verwöhnen" unsere Schnecken wahrscheinlich. Jedenfalls nach unseren Gesichtspunkten.
Dann wiederum überlege ich mir aber - stimmt das eigentlich? Denn in der Tierhaltung haben die von uns gepflegten Tiere ja gar keine andere Wahl, als das zu fressen, was wir ihnen vorsetzen. Vielleicht ist dieses Futterangebot gar nicht mal so reichhaltig, wie wir denken?
Also Mengenmäßig ganz klar, keine Frage. Aber wie sieht es mit den Nährstoffen aus?
Das sind alles Fragen, die sehr müßig zu beantworten sind. Und selbst, wenn wir sie beantworten könnten, wo würden sie uns hinführen, was würden die Antworten für unsere Schneckenhaltung bedeuten, würden oder könnten wir etwas ändern?

Wie gesagt, fiel mir dieser Satz, dass die Schnecken im natürlichen Habitat auf eher saurem Boden leben, direkt ins Auge.
Es wäre also - da wir immer so gerne von möglichst naturnaher Haltung im Terra sprechen - "natürlicher" - den Waldboden nicht in der Art aufzukalken, wie wir es tun. Und vielleicht bieten wir auch tatsächlich viel zu viel Kalk an?
Wie sieht es denn bei wildlebenden Tieren aus. Sie haben nicht immer das in entsprechenden Mengen zur Verfügung, was sie vielleicht benötigen und verschlingen es dann regelrecht, wenn sie eine bestimmte Nahrungsquelle eröffnet. Wenn man z. B. Schafen, Ziegen oder auch Wild (Rehe, Hirsche, etc.) Salz in Form eines dicken Salzblocks frei zugänglich macht, dann nehmen sie davon ungeheure Mengen auf. Das sieht man auch bei Kaninchen, Meeris und Co in der Haustierhaltung. Auch Hunde würden uns die dargebotene Hand voll Salz komplett ablecken.
Nun - besonders bei Wildtieren sollte man doch annehmen, dass sie "wissen" was gut für sie ist und dass sie keinesfalls solch große Mengen Salz zu sich nehmen sollten - gleiches wird ja auch immer wieder über unsere Schnecken gesagt. Die Realität zeigt aber, dass es nicht so ist und von daher glaube ich, dass auch die Schnecken eben gerne zu viel CA aufnehmen, da es sich in der Natur um ein rares Gut handelt und sie nicht "wissen" wann sich die Gelegenheit wieder bietet. Also nehmen sie so viel davon auf, wie es geht. Da wir es ihnen aber tägl. zur freien Verfügung stellen, könnte es sein - meine Spekulation - dass sie eben tägl. zu viel davon aufnehmen.
Die Studie von oben nun herangezogen, dass viel CA auch viel Wachstum fördert (zumal unsere Schnecken ja eh keinen Hunger leiden und somit auch genügend Baustoff anderer Art vorhanden ist), könnte ich mir eben vorstellen, dass sie möglicherweise zu schnell wachsen, was wiederum - bezogen auf Mastvieh - nicht "gesund" ist ...
Nun - ich weiß, ich mache mir viele Gedanken in viele Richtungen und bestimmt falle ich einigen (den meisten?) von euch damit auf die Nerven.
Und ich weiß auch, dass die meisten von euch - genau wie ich - keine Antworten auf meine Fragen haben.
Dennoch finde ich, kann man ja mal darüber nachdenken - vielleicht kommt irgendwann ja doch mal einer auf ne Antwort?!
