Auch Dir danke, liebe Nina, für Deine Einschätzung. Ich habe jetzt mal bei Sandy ins Album geschaut, sie hatte dort von ihren Albopictas berichtet und auch Fotos geschickt. Die meinigen sind überhaupt nicht mit den ihrigen zu vergleichen. Sie sind wirklich in einem sehr schlechten Zustand. Hoffentlich kann ich da noch etwas ausgleichen.
Zu den Leuten selbst: Sie waren eigentlich sehr sympathisch und haben bzgl. des Zustandes der Tiere von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Hatten wirklich viele Becken mit sehr vielen verschiedenen Schnecken, auch seltene Arten waren mit dabei - sowie viel Nachwuchs.
Unsere Ansichten über allgemeine Haltungsbedingungen gingen nicht in allen Teilen konform, aber das mag daran liegen, dass ich noch in den Anfangsschuhen stecke und in solchen Fällen immer versucht bin, alles so genau wie nur möglich umzusetzen. Sprich - ich habe zB. überall in den Terrarien Hygrometer/Thermometer, teste den PH-Wert des Bodens nach dem Kalken, gebe auch Pflanzen von draussen (nach sehr gründlichem waschen!) zu fressen. Ich bin jemand, der Struktur und Regelmäßigkeit in seinem Tun mit Tieren unbedingt braucht und auch wünscht. Sehe ich als Grundvoraussetzung im Umgang, auch damit sich die Tiere schnell an mich gewöhnen. Hin und her kann ich einfach nicht haben.
Dann stehe ich vor diesen Leuten, deren grosses Hobby die Schneckenzucht und deren oberstes Gebot ausschliesslich Handlen mittels" Bauchgefühl" ist. Also Temperatur, Luftfeuchte, Aufkalkung nach Gefühl - und als Ergebnis eine Fülle von Nachwuchs. Das ist ja grundsätzlich erst einmal die Bestätigung einer funktionierenden Haltung. Ok, die Becken hatten überhaupt kein grün, waren eigentlich nur Terrarien mit Humus und Ästen und eben Schnecken in Fülle, aber das ist ja jedem selbst überlassen. Mein Ding ist es nicht, genauso wie andere sicher sagen werden, "der ihr Ding" ist ihrs auch nicht. Ich denke, mein Terrarium umzugraben und wieder in den Urzustand herzustellen dauert genauso lange wie die Reinigung und Umwälzung der unzähligen Becken der Leute zusammen.
Die Schnecken, die ich jetzt habe, haben ihnen wahrscheinlich den Umständen geschuldet einfach nicht am Herz gehangen, sie haben sie aber auch nicht gefrostet, sondern Liebhaber gesucht, die den Rest noch aufnehmen. Sie waren wahrscheinlich nur froh, dass sie gut unterkommen.
Und als die vier dünnen Schneckis mich anguckten, da hab ich gesagt, Kinderchen, mir schaffen das, jetzt gehts in den lebenslangen Urlaub
