Frage zum Wachstumsrand

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Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 16.01.2026, 18:45

Hi, heute habe ich alle Schnecken mal angekuckt. Turbo war zuvor 3 Tage eingegraben und ich hab ihn in Ruhe gelassen. Jetzt ist mir diese Unebenheit aufgefallen. Ist das normal? Und ist das dieser "Wachstumsrand"?
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon Rasplutin am 16.01.2026, 19:53

Ja, das ist der Wachstumsrand - allerdings sollte diese "Kerbe" nicht da sein, die deutet nämlich auf einen Bakterienbefall hin... Ist das Substrat in deinem Terra sehr feucht?

Suturalis Gehäuseschaden (durch Bakterienbefall)
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 16.01.2026, 21:11

Okay...
Hab ne Drainage drin. Bin grade mit der Hand durch und würde mal behaupten,das die Erde nicht sehr feucht ist. PH-Wert hatte ich erst gemessen, der war okay...
Auf Turbo sind auch so kleine Tierchen gelaufen... dachte das sind die weißen Asseln...
War kann ich den jetzt machen?
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 17.01.2026, 10:36

Rasplutin hat geschrieben: 16. Jan 2026 20:53
Ja, das ist der Wachstumsrand - allerdings sollte diese "Kerbe" nicht da sein, die deutet nämlich auf einen Bakterienbefall hin... Ist das Substrat in deinem Terra sehr feucht?

Suturalis Gehäuseschaden (durch Bakterienbefall)


Also ich werde gleich auf jeden Fall Rivanol in der Apo besorgen. Das tupfe ich dann täglich nur an die betroffene Stelle?
Und muss ich mir sorgen um die anderen 2 Schneckis machen?
Und was kann ich ansonsten noch unternehmen, gegen Bakterien?

Ich mache mir Gedanken, ob ich was falsch eingerichtet habe und dadurch einen "Bakterienherd" habe irgendwo:

Das Futter steht trocken und sauber unter einer großen Korkplatte (wir nennen es die "Futterhöhle") und länger wie 2 Tage verbleibt kein Futter dort.

Rechts neben der Futterhöhle ist ein riesiger Berg Moos (von Amazon, war eingeschweißt und ist irgendwie explodiert... vielleicht ist das zu viel).
Darunter habe ich 3 Stücke faules Weißholz (dort habe ich auch die weißen Asseln ausgekippt). Dachte das wäre gut, damit die Asseln sich schnell vermehren.
Die Schnecken "schlafen" gerne in dieser Ecke unter dem Moos.
Ist das eventuell der Problembereich?

Dann ist noch im Terrarium ein Farn (Rose von Jericho) der ,ehrlich gesagt, nicht ganz frisch aussieht (irgendwie faul in der Mitte)und gefühlt nicht anwachsen will. Den wollte ich rausschmeißen und durch schönere Pflanzen (weiss nur noch nicht welche) ersetzen.
Soll ich den besser direkt rausnehmen?

Ansonsten haben wir nur noch etwas Laub (gemischt) und drei größere Blätter (darunter ein XXL-Seemandelbaumblatt) im Terrarium und ein Wasserbecken (welches nicht wirklich benutzt wird, auch hier wird das Wasser täglich erneuert).
Soll ich das Laub mal ersetzen? Oder muss man das überhaupt mal tauschen?

Wie gesagt, das Substrat ist nicht zu nass. Aber sollte ich da sicherheitshalber noch trockeneres untermischen und nachkalken?

Wir haben die Schnecken ja noch keinen Monat, daher sind wir sehr unsicher. Wir freuen uns über jede Hilfe/Antwort.
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon LolaLuca am 17.01.2026, 10:50

eine faulende pflanze kannst du gleich rausnehmen, vielleicht kannst du sie im zimmerklima noch päppelnund retten, den faulen teil entfernen. mir ist letztens der pak choi , der richtig schöne wurzeln entwickelt hatte und über einen monat im terra wuchs, plötzlich innen faul geworden. da gabs keine rettung mehr.
„ich HOLE mir (neue) schnecken“ erschüttert mich - ICH „hole“ mir mal was aus der apo…
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon Rasplutin am 17.01.2026, 11:26

SloMo hat geschrieben: 17. Jan 2026 11:36
Also ich werde gleich auf jeden Fall Rivanol in der Apo besorgen. Das tupfe ich dann täglich nur an die betroffene Stelle?

Ja, Rivanol gibt es als Tabletten und als Salbe - beides wirkt. Evtl. ist die Salbe einfacher zum Betupfen.

Die anderen Schnecken müssen nicht isoliert werden, aber du solltest prüfen, ob das Substrat in Ordnung ist.
Ich finde, das geht am einfachsten mit Hilfe der Nase!
Es darf nicht moderig oder faulig riechen.

Falls du mit deinem Kopf nicht gut ins Terrarium kommst, kannst du auch wichtige Erdstellen auf einen Löffel geben und diesen dann beschnuppern.
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 17.01.2026, 20:31

Meine Maßnahmen heute:
Ich habe erstmal ALLES aus dem Terrarium rausgeräumt und daran geschnüffelt:

Die faule Rose von Jericho ist in der Tonne gelandet.
Außerdem habe ich einen großen Chapeuzinho (hab ich bei meiner Aufzählung vergessen) erstmal draußen gelassen, weil der am schimmeln war. Der wurde grade mit kochendem Wasser gereinigt, kommt aber erst rein, wenn ich irgendwann einen Kletterast sowie kleinere Äste mit Flechte im Ofen abbacke.
Blätter (Mangoblätter/Guavenblätter),die nicht mehr schön waren, wurden ersetzt und Moos wurde etwas ausgedünnt.

Dann hab ich den Kopf ins Terrarium gesteckt und mit der Hand die Erde durchpflügt und in einem aufgelockert. Riecht alles normal nach Erde und ist "furztrocken". Bleibt nicht mal an der Hand kleben die Erde.
Dabei habe ich alles Kot entfernt (war nicht viel) und nochmal PH-Wert gemessen. Alles Okay soweit.
Außerdem ist mir zum ersten mal aufgefallen, wie gut sich die weißen Asseln vermehrt haben. Die sind überall in der Erde.
Überlege gerade, ob ich zusätzlich noch Pandaasseln reinsetzen soll für die Arbeit an der Oberfläche.

Habe auch neue Pflanzen reingesetzt. Soll ja gut für den Boden sein...

Zuletzt habe ich den Patienten mit der Rivanol-Salbe behandelt (habe dazu einen Q-Tip verwendet) und auf fein gemahlene Eierschalen gesetzt, er ist aber direkt unter dem Laubhaufen verschwunden. Mir ist affgefallen, dass das Schneckenhaus uneben ist, ist das normal? Anbei ein Foto.
Hoffe ich habe alles richtig gemacht.?
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 17.01.2026, 21:16

Hier noch ein Foto von SloMo von gestern.
(Wollte nicht zu sehr von Turbos Problem ablenken)
Das ist aber normal, das der Wachstumsrand nicht glatt ist und so aussieht, oder?
Bei Speedy sieht es auch so aus.
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon Rasplutin am 17.01.2026, 21:39

Tja, so ganz normal ist das nicht. Wenn sich das nicht von alleine bessert, könnten die Schnecken eine leichte Rivanol-Behandlung an den krisseligen Bereichen vertragen. Ich vermute, diese Probleme am Wachstumsbereich haben die gleiche Ursache.
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 17.01.2026, 22:24

Okay, danke. Also bekommen alle die selbe Behandlung.
Das ist aber so gut,wie auf dem oberen Bild, oder?

Noch eine Frage:
Hab überlegt, ob ich nicht versuchen soll Seemandelbaumblatt ins Wasser zum sprühen zu tun. Soll ja gegen Bakterien und Pilze gut sein. Auch zur Vorbeugung. Allerdings habe ich mal wieder keinen Plan wie das richtig funktioniert. :lol: Sprüh ich das einfach überall ins Terrarium? Und wie macht man das Wasser?
Ich wollte es in einer Karaffe ziehen lassen und dann in die Sprühflasche füllen, damit ich keine Blätter in der Flasche habe (schlecht rauszubekommen). Aber wie viel Blatt auf wie viel Wasser oder wie lange kann man das Wasser verwenden?

In unserer Badeschale ist schon ein Erlzapfen und ein Stückchen Seemandelbaumblatt. Aber da habe ich noch keine Schnecke drin gesehen...
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon Rasplutin am 17.01.2026, 22:39

SloMo hat geschrieben: 17. Jan 2026 23:24
Das ist aber so gut,wie auf dem oberen Bild, oder?

Ja, sieht gut aus!

Zur Seemandelbaumblattbehandlung kann ich leider nichts sagen, hab ich noch nie gemacht...
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 18.01.2026, 07:02

Okay, danke! Du hast mir sehr geholfen. :danke:
Ab heute behandel ich alle 3 Schnecken und beobachte das weiter.
Vielleicht antwortet ja noch jmand bzgl. der Seemandelbaumblätter...

Hier noch ein Bild von Schnecke Speedy, die ja dann das selbe Problem hat...
Ich geb dann hier wöchentlich Updates.
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon Blackschneck am 18.01.2026, 12:29

Die Inhaltsstoffe von Seemandelbaumblättern wirken gegen Bakterien, sowohl innerlich als auch äußerlich, und somit auch gegen Nematoden, die ihre Beute mit Hilfe von Bakterien erlegen. Ich verwende Seemandelbaumblatt-Kaltauszug (ein tolles Wort, nicht wahr? :mrgreen: ) prophylaktisch. Dazu lege ich ein etwas zerkleinertes halbes Blatt für 2 Tage in ca. 300 mL Wasser ein. Die Blattstücke fische ich dann raus und friere die gelbbraune Lösung in einem Eiswürfelbehälter ein. Einmal im Monat taue ich 2 Würfel auf, verdünne sie mit Wasser (es sollte eine hellgelbe Lösung werden) und biete sie meinen Schnecken für 2-3 Tage im Wassernapf an. Ist allerdings nicht superbeliebt wegen der Gelbstoffe.

Ich hab schon gelesen, dass manche die Blattstücke trocknen und später nochmal einlegen. Ich mache das selbst nicht, ich finde, es lohnt sich nicht wirklich. Die Blattstücke legen manche Schneckenhalter wohl auch einfach in die Wasserschale. Du müsstest mal ausprobieren, ob deine Schnecken das mögen oder zumindest akzeptieren oder ob sie das Wasser dann meiden.

Alternativ kann man natürlich auch die Schnecken in der Lösung baden (1 x täglich für 2 Tage als Prophylaxe oder 2 x täglich bis zur Besserung als Behandlung). Ob sich der gelbstoffhaltige „Sud“ (eigentlich Kaltauszug) mit Rivanol verträgt, weiß ich allerdings nicht. Als Behandlung ist Rivanol vermutlich effektiver. Die Infos zur Prophylaxe habe ich von einem Tierarzt an der TU München, mit dem ich letztes Jahr wegen eines möglichen Nematodenbefalls meiner Ufoschnecken telefoniert hatte.

Aber mal was anderes: Ich sehe bei Turbo, dass die tiefe Einbuchtung schon einen Tag später (auf dem Bild mit der Rivanolsalbe) fast weg ist. War das vielleicht einfach nur eine Macke durch einen Sturz o.ä.? Solche Einschläge am Wachstumsrand werden ja innerhalb von 1-2 Tagen ausgeflickt. Außerdem sehe ich bei den anderen Schnecken direkt an der Gehäusemündung wieder einen normalen Wachstumsrand. Für mich sieht es fast so aus, als wäre zeitweise etwas im Terrarium oder in der Kalkversorgung nicht okay gewesen, aber dieser Zustand scheint vorbei zu sein. Ein paar Tage mit Rivanol behandeln und nach möglichen Fehlerquellen im Terrarium schauen kann aber sicher nicht schaden.
Viele Grüße,
die Blackschneck!
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 18.01.2026, 14:32

Hey Blackschneck,
danke für die Antwort!

Heute Abend schau ich mir Turbo nochmal an und mach ein Bild aus dem selben Winkel.

Zur Kalkversorgung kann ich nur sagen, das die Schnecken (habe sie heute genau einen Monat) min. 4 Tage verpackt (mit Versand) waren und dann bis Heiligabend auf meiner Arbeit in einer Box. Da war normale Terrariumerde drin. Gekalk habe ich erst alles hier zuhause glaube ich, aber eine Sepiaschale war zu 100% drin. Wenn, dann waren diese eineinhalb Wochen am ehesten die Zeit, in der die Kalkversorgung nicht optimal war.
Jetzt haben die Schneckis immer eine Sepiaschale,Austernschale und Eierschalen (fein gemahlen) zur Verfügung.

Ich biete denen mal Wasser mit Seemandelbaumblatt drin an. Mal sehen, ob sie davon trinken...
Baden tu ich sie nicht damit, da bleib ich bei der Ravinol-Salbe.
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Re: Frage zum Wachstumsrand

Beitragvon SloMo am 18.01.2026, 15:23

Eine Frage zur Kalk-Versorgung:
Könnten auch weitere Lebensmittel verwendet werden.
Hab dazu z.B. das angehängte Bild gefunden...
Das Kohl nicht so gut für Schnecken sein soll habe ich schonmal gelesen. Aber futtern die Samen und Nüsse?
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