Hallo,
ich habe vor zwei Wochen einige Blumentöpfe aus dem Müllbehälter auf dem Friedhof mitgenommen und zuhause festgestellt, dass einige Schnecken da drin und dran waren.
Ich wollte sie zuerst gleich in der kleinen Grünanlage hinter meinem Haus freilassen, aber aufgrund der Hitze und weil ich nicht weiß, ob die Schnecken hier genug Futter finden (auch wenn bei Regen viele Schnecken hier unterwegs sind, vor allem Nacktschnecken) und ob vielleicht irgendwelche chemischen Mittel zum Pflanzenschutz verwendet werden, habe ich gedacht, ich bringe sie zurück zum Friedhof.
Es sind 12 unterschiedliche große Gehäuseschnecken (Weinberg?), die größte ungefähr so groß wie ein Dauemfingernagel, die winzigen die so "groß" sind wie ein Stecknadelkopf und eine kleine Nacktschnecke(in ruhendem Zustand ca. 2,5 cm).
Ich habe die erstmal in eine kleine Plastikbox (Größe ca. halbes DIN A4-Blatt) mit Blähton/Gartenfliess-Drainage und Kokoserde gesetzt (und einem der kleinen Plastikblumentöpfe). Und dann in ein Wäschenetz.
Zwischendurch war ich noch einige Tage woanders und habe die Schnecken mitgenommen, mit einem kalten feuchten Geschirrtuch über der Box.
Nachdem ich gelernt habe, dass sie Kalk brauchen, habe ich Eierschalen reingelegt und sie sind nun schon größer geworden. Daher habe ich gestern eine größere Box genommen und mit Kokoserde ein bisschen gefüllt und die kleine Box reingestellt. Als Futter habe ich wechselweise Tomaten, Gurke, Blumenkohlblätter, Banane, Karotte, Löwenzahn, Klee reingelegt und auch einmal etwas Gartenerde reingestreut.
Ich sprühe ca. 2 mal täglich Wasser, was sie immer sehr zu mögen scheinen. Zumindest werden sie dann aktiv.
Die Nacktschnecke hat sich unter einem Stück Baumrinde versteckt und kam in letzter Zeit gar nicht mehr raus.
Frage: Da ich keine Haustiere halten möchte und auch keine Zeit dafür habe, wollte ich die Schnecken so schnell es geht wieder freilassen (wahrscheinlich wären sie ohne das zufällige Mitnehmen mit der nächsten Müllentleerung in einer Deponie gelandet, insofern war es vielleicht ein Glücksfall für sie).
Da jetzt aber wieder eine Hitze-Welle kommt, habe ich mir vorgenommen sie endlich am Sonntag wenn es hoffentlich kühler wird, auf dem Friedhof auszuwildern.
Ich möchte also möglichst keine Neuanschaffungen für die Haltung für die nächsten paar Tage machen aber natürlich auch nicht, dass es ihnen schlecht geht (vor allem um die Nacktschnecke mache ich mir sorgen). Gibt es trotzdem etwas, dass ich jetzt verbessern muss?
Die Box steht meistens im schattigen Flur, nur wenn ich Futter reinlege und Wasser sprühe und um sie ein bisschen zu beobachten, (meistens nachts) stelle ich die Box in einen hellen Bereich. Soweit ich weiß reagieren sie ja auf hell und dunkel und wäre bei dauerhaften Licht gestresst.
Ich habe jetzt seit dem Wochenende immer das feuchte Geschirrtuch über einen Teil der Box platziert, weil ich dachte sie mögen es kalt und feucht. Aber hier im Forum steht, sie brauchen eine Wärmequelle (oder nur im Winter)?
Können sie in Freiheit noch überleben, wenn sie dort wieder ihr Futter selbst suchen müssen? Ich kann sie auch nicht genau an der gleichen Stelle aussetzen, da ich aus mehreren Mülleimern die Blumentöpfe genommen hatte und ich kann sie ja auch nicht in einem Müllbehälter freilassen.
Ich kann auch nicht stundenlang mit der großen Box auf dem Friedhof sitzen und warten, ob sie raus"laufen". Es passierte mir einmal beim umsetzen, dass eine Schnecke schäumte, insofern habe ich ihr wohl weh getan und das möchte ich vermeiden.
Wie mache ich das also am besten? In ein kleineres Gefäß setzen und das Gefäß irgendwo versteckt hinstellen? Futter zwei Tage vorher weglassen und dann Futter außerhalb der Box platzieren damit sie davon rausgelockt werden?
Da es auf dem Friedhof ist, sollte das alles möglichst unauffällig passieren und nicht ewig dauern...
